„Aufstehen“ beim Ostermarsch am 20.04.19 Volksbühne Berlin

„Aufstehen“ bim Ostermarsch 2019
Diashow (c) aufstehen-frieden.de

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich erfreulich viele Teilnehmer zum Auftakt des Berliner Ostermarsches ein, unter ihnen – erkennbare – Abordnungen von „Aufstehen“ aus Lichtenberg und Marzahn, Kreuzberg, Schöneberg, Mitte und Treptow.
Auffällig: Es gab mehr jüngere Teilnehmer, auch „neugierige“ Klima-Aktivisten. Nach Auftaktreden u.a. von Michael Müller und der szenischen Lesung eines eindringlichen Aufrufs von Eugen Drewermann  gegen NATO und Bundeswehr für Frieden setzte sich der nicht zu übersehende Demonstrationszug durch die Berliner Innenstadt in Bewegung.  Musik von Pete Seeger, Sprechchöre von Aufstehen Lichtenberg und Gespräche mit anderen Mitaufstehern sorgten für Abwechslung, so dass wir schneller als erwartet zur Abschlusskundgebung am Ausgangspunkt eintrafen.

Auftaktkundgebung

Noch ein paar Anmerkungen zum Presseecho und den tendenziösen Angaben zur Teilnehmerzahl:

Berliner Zeitung“ und die „Morgenpost“ brachten am 21.4. keinen Beitrag auf ihren Websites unter dem Menüpunkt „Berlin“, lediglich gleichlautend im Nachrichtenblog:

Knapp 1000 Menschen haben in Berlin für den Frieden demonstriert. Dem Thema angemessen blieb bei dem Ostermarsch am Karsamstag alles friedlich, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Demonstrierenden forderten auf Plakaten und in Redebeiträgen die Abschaffung der Nato. Außerdem wurde gefordert, bessere Kontakte mit Russland aufzunehmen. Deutschland und die USA wurden als „Kriegstreiber“ bezeichnet. Nach einer Kundgebung zogen die Demonstrierenden vom Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte durch die Innenstadt. Laut Polizeiangaben hatten die Veranstalter 2500 Demonstrierende angemeldet.“ <dpa>

Der „Tagesspiegel“ hatte immerhin in seiner gedruckten Ausgabe vom gleichen Tag auf Seite 10 ein Bild vom „Leidensmann“ nebst eigener redaktioneller Kurzinformation:

„Mal in zivil, mal in schrillen Kostümen: Etwa tausend Menschen haben sich am Sonnabend am traditionellen Berliner Ostermarsch beteiligt. Auf Transparenten und Plakaten forderten sie etwa den Abzug aller Atomwaffen, den Nato-Austritt Deutschlands und ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr.“

ND und JW erscheinen aus finanziellen Gründen am Ostersonntag nicht; haben wohl auch keinen Mitarbeiter, der am Wochenende zumindest die Online-Information aktualisiert.

Was die Teilnehmerzahl angeht:
Die Berliner Morgenpost sprach am 31.03.2018  von „mehreren hundert Teilnehmern“, rbb24 zum Ostermarsch 2018 von 1000 Teilnehmern.
Also waren wir wohl dieses Jahr ungefähr 2000!

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2 Responses to „Aufstehen“ beim Ostermarsch am 20.04.19 Volksbühne Berlin

  1. Dietlinde Wellner sagt:

    Warum finden in Eurem Beitrag die flammende Rede von Hartmut König und seine mitreißenden Lieder mit aktueller Botschaft (Sag mir, wo du stehst, Schau her ..) keine Erwähnung? Wir brauchen solche aufrechten Unterstützer, die die Menschen ansprechen und zu Denken und Handeln motivieren können!
    Wir sind gerade dabei, uns wieder zu finden und uns zu bewegen – und vergeben uns schon wieder Chancen.

    • fc sagt:

      Hallo Dietlinde,

      danke für Deine Ergänzung zu meinem Bericht. Bitte bedenke, dass die Webseite nur persönliche und unvollständige Beiträge enthält, factcheck ist keine „offizielles“ Medium, aber versucht, zum „wieder bewegen“ beizutragen.

      Grüße aus Lichtenberg
      Arnd

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